Zulassungsende:
25.09.2023
Zulassungsende:
25.09.2023
Info Vollsystemisches Fungizid zur Bekämpfung von Falscher Mehltau (Plasmopara viticola, Bremia lactutae, Peronospora sparsa), Rote Wurzelfäule (Phythophtora fragariae), Blattfallkrankheit (Drepanopeziza ribis) und Colletotrichum-Welke
Kulturen Weinbau, Salat-Arten, frische Kräuter, Johannisbeere (Schwarze, Rote, Weiße), Stachelbeere, Heidelbeer-Arten und Schwarzer Holunder sowie Brombeere und Himbeere. Weinbau: Anwendung mit Luftfahrzeugen genehmigt
Produkttyp Fungizid
Wirkstoffe 755 g/l Kaliumphosphonat (Kaliumphosphit) (51,7 Gew.-%)
Formulierung Wasserlösliches Konzentrat
2 x 10l Umkarton Art.Nr. 7490252
UFI-Code - - -
VERIPHOS ist ein vollsystemisch protektiv und kurativ wirkendes Fungizid mit dem Wirkstoff Kalium-Phosphonat. Im Weinbau wird das Produkt zur Bekämpfung von Falscher Mehltau (Plasmopara viticola) eingesetzt und kann auch mit Luftfahrzeugen ausgebracht werden. In Salat-Arten und frischen Kräutern wird es ebenfalls zur Bekämpfung von Falscher Mehltau (Bremia lactucae) eingesetzt. In Brombeeren und Himbeeren wird die Rote Wurzelfäule (Phytophthora fragariae) und Falscher Mehltau (Peronospora sparsa) bekämpft. In Johannisbeeren (schwarze, rote, weiße) und in Stachelbeeren wird die Blattfallkrankheit (Drepanopeziza ribis), in Heidelbeeren und Schwarzer Holunder wird die Colletotrichum-Welke bekämpft. Durch die systemischen Eigenschaften des Mittels werden auch Pflanzenteile geschützt, die nicht direkt von der Spritzbrühe getroffen werden. Das Mittel wirkt kurativ bis zu 48 Stunden nach Infektion.
Der Wirkungsmechanismus des Kalium-Phosphonats ist relativ komplex. Der Wirkstoff dringt in die Pflanze ein und verteilt sich durch beide Transportsysteme der Pflanze: dem Xylem, in dem Wasser und Salze von den Wurzeln in die Triebspitzen transportiert werden und dem Phloem, in dem die in den Blättern gebildeten Assimilate zu den anderen Pflanzenteilen und bis in die Wurzeln gebracht werden. Einerseits wird der Pilz direkt angegriffen, andererseits werden die Abwehrmechanismen der Pflanze aktiviert. Die kurative Wirksamkeit des Mittels ist besonders ausgeprägt, wenn es kurz nach der Infektion eingesetzt wird. VERIPHOS kann so auch den Neuzuwachs schützen.
Ein besonderer Vorteil von VERIPHOS ist, dass die Aufwandmenge des Wirkstoffs Kaliumphosphonat genau an die Bedürfnisse der Kultur und die Anwendungsbedingungen innerhalb der zugelassenen Aufwandmengen angepasst werden kann. Dieser Vorteil ergibt sich aus der Formulierung von VERIPHOS, da kein zweiter Wirkstoff enthalten ist, der die Flexibilität in der Dosierung und Anwendung begrenzen würde.
Wirkungsmechanismus (FRAC-Gruppe)
Kaliumphosphonat (Kaliumphosphit): P7
Weinrebe (Nutzung als Keltertraube) Falscher Mehltau (Plasmopara viticola)
Salat-Arten, frische Kräuter Falscher Mehltau (Bremia Iactucae)
(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.
(NW642-1) Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig. Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.
Pflanzenerzeugnisse Salat-Arten, frische Kräuter
Schadorganismus / Zweckbestimmung Falscher Mehltau (Bremia Iactucae)
Anwendungsbereich Freiland
Stadium der Kultur
von: 5. Laubblatt entfaltet,
bis: vegetatives Erntegut hat endgültige Größe erreicht
[BBCH 15-49]
Anwendungszeitpunkt Bei Befallsbgeinn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome
Max. Zahl der Behandlungen
In der Anwendung: 2
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Abstand: 7 bis 14 Tage
Anwendungstechnik spritzen
Aufwandmenge 4 l/ha
Wasseraufwandmenge 600 l/ha
Wartezeit 14 Tagen
Anwendungsbestimmungen
NG404
Zwischen behandelten Flächen mit einer Hangneigung von über 2 % und Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführender, aber einschließlich periodisch wasserführender - muss ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen vorhanden sein. Dessen Schutzfunktion darf durch den Einsatz von Arbeitsgeräten nicht beeinträchtigt werden. Er muss eine Mindestbreite von 20 m haben. Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn: - ausreichende Auffangsysteme für das abgeschwemmte Wasser bzw. den abgeschwemmten Boden vorhanden sind, die nicht in ein Oberflächengewässer münden bzw. mit der Kanalisation verbunden sind, oder - die Anwendung im Mulch - oder Direktsaatverfahren erfolgt.
Pflanzenerzeugnisse Weinrebe (Nutzung als Keltertraube)
Schadorganismus / Zweckbestimmung Falscher Mehltau (Plasmopara viticola)
Anwendungsbereich Freiland
Anwendungszeitpunkt Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis
Max. Zahl der Behandlungen
In der Anwendung: 5
In der Kultur bzw. je Jahr: 5
Abstand mind. 10 Tage
Anwendungstechnik spritzen oder sprĂĽhen
Aufwandmenge
Basisaufwand: 1,0 l/ha
> BBCH 61: 3,0 l/ha
> BBCH 71: 4,0 l/ha
Anzahl der Behandlungen: zeitlicher Abstand der Behandlungen mindestens 10 Tage
Wasseraufwandmenge
Basisaufwand: maximal 400 l/ha
> BBCH 61: maximal 1.200 l/ha
> BBCH 71: maximal 1.600 l/ha
Anwendung mit Luftfahrzeugen Nein
Wartezeit 28 Tage
Anwendungsbestimmungen
WG734
Die Anwendung des Mittels kann bei Spontangärung zu Gärverzögerungen führen.
NG412
Zwischen behandelten Flächen mit einer Hangneigung von über 2 % und Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführender, aber einschließlich periodisch wasserführender - muss ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen vorhanden sein. Dessen Schutzfunktion darf durch den Einsatz von Arbeitsgeräten nicht beeinträchtigt werden. Er muss eine Mindestbreite von 5 m haben. Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn: - ausreichende Auffangsysteme für das abgeschwemmte Wasser bzw. den abgeschwemmten Boden vorhanden sind, die nicht in ein Oberflächengewässer münden, bzw. mit der Kanalisation verbunden sind oder - die Anwendung im Mulch- oder Direktsaatverfahren erfolgt.
Strauchbeeren Phytophthora fragariae, Blattfallkrankheit (Drepanopeziza ribis), Falscher Mehltau (Peronospora sparsa)
Heidelbeer-Arten, Schwarzer Holunder Colletotrichum
Hinweis fĂĽr genehmigte Anwendungen
In Abhängigkeit von Kultur, Sorte, Anbauverfahren und spezifischen Umweltbedingungen können Schäden an der zu behandelnden Kultur nicht ausgeschlossen werden.Die Pflanzenverträglichkeit sollte daher unter den betriebsspezifischen Bedingungen geprüft werden.
Pflanzenerzeugnisse Heidelbeer-Arten, Schwarzer Holunder
Schadorganismus / Zweckbestimmung Colletotrichum
Anwendungsbereich Freiland
Stadium der Kultur Alle BlĂĽtenknospen sind durch Streckung der Traubenachse freigelegt
Anwendungszeitpunkt Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome
Max. Zahl der Behandlungen
In der Anwendung: 2
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Abstand: 7 bis 10 Tag(e)
Anwendungstechnik spritzen oder sprĂĽhen
Aufwandmenge 4 l/ha
Wasseraufwandmenge maximal: 1.000 l/ha
Wartezeit 14 Tage
Anwendungsbestimmungen
SF276-EEOS
Es ist sicherzustellen, dass bei Nachfolgearbeiten/Inspektionen mit direktem Kontakt zu den behandelten Pflanzen/Flächen nach der Anwendung in Obstbaumkulturen und in Strauchbeerenobst bis einschließlich Ernte lange Arbeitskleidung und festes Schuhwerk sowie Schutzhandschuhe getragen werden.
SF277-2OS
Es ist sicherzustellen, dass die Arbeitszeit in den behandelten Kulturen innerhalb von 2 Tagen nach der Anwendung in Obstbaumkulturen und in Strauchbeerenobst auf maximal 2 Stunden täglich begrenzt ist. Dabei sind lange Arbeitskleidung und festes Schuhwerk zu tragen.
NW642-1
Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig. Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.
ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN ZUR ANWENDUNG MIT LUFTFAHRZEUGEN
Die Anwendung muss mit einem Wasseraufwand von mindestens 150 l/ha erfolgen. Es ist sicher zu stellen, dass während der Behandlung mittels Luftfahrzeugen und bis zum Abtrocknen des Spritzbelages die behandelte Fläche von unbeteiligten Dritten nicht betreten wird.
Die Anwendung des Mittels mit Luftfahrzeugen auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern - ausgenommen Bundeswasserstraßen sowie nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - muss mindesten mit dem im folgenden genannten Abstand erfolgen: 20 m.
[Diese Anwendungsbestimmung ersetzt im Weinbau (Steillage) die Auflage NW642-1.]
Die Anwendung des Mittels mit Luftfahrzeugen auf Flächen in Nachbarschaft von den Bundeswasserstraßen Main, Mosel, Neckar, Rhein und Saar muss mindesten mit dem im folgenden genannten Abstand erfolgen: 20 m.
[Diese Anwendungsbestimmung ersetzt im Weinbau (Steillage) die Auflage NW642-1.]
Es dürfen nur Hubschrauber mit angebauter Sprühanlage, z.B. von den Herstellern Simplex oder Isolair, und Injektordüsen der Größe 05 verwendet werden. Die erste Flugbahn des Hubschraubers muss zusätzlich zu dem ggf. in einer anderen Anwendungsbestimmung geforderten Mindestabstand mindestens eine halbe Arbeitsbreite vom Rand der behandelten Fläche entfernt verlaufen.
In regelmäßigen Abständen sind die Erhaltungszustände der wichtigen Pflanzen- und Tierarten in den Steillagen zu überprüfen. Die Ergebnisse sind in ein- bis zweijährigem Abstand an das BVL zu berichten und durch Fachgespräche zwischen den betroffenen Bundesländern und den Bundesbehörden aufzuarbeiten.
Eine aktuelle Ăśbersicht der zur Ausbringung mit Luftfahrzeugen und Drohnen genehmigten Pflanzenschutzmittel und Anwendungsbestimmungen finden Sie auf der BVL Seite www.bvl.bund.de in der Rubrik: psm_luftfahrzeuge.pdf
Sonstige Anwendungsempfehlungen im Weinbau
VERIPHOS kann in Weinreben unter Berücksichtigung der Wartezeit durchgehend eingesetzt werden. In Junganlagen kann dieser durchgehend bis zum Beginn des Laubfalls erfolgen. Aufgrund seiner besonderen Wirkstoffeigenschaften ist der Einsatz vor, während und nach der Blüte sowie zum Traubenschluss zu empfehlen. Die Behandlungen sind vorzugsweise präventiv durchzuführen. Bei starkem Infektionsdruck ist ein kurzer Spritzabstand erforderlich.
Um die Entwicklung resistenter Stämme oder deren Ausbreitung zu verhindern, empfehlen wir den Wirkstoffwechsel zwischen Fungiziden verschiedener Wirkstoffgruppen. Als idealer Mischpartner hat sich das Produkt FOLPAN 80 WDG mit seinem Kontaktwirkstoff Folpet erwiesen. Als Multsite-Inhibitor wirkt Folpan 80 WDG gleichzeitig an 3 verschiedenen Stellen im Schadpilz und unterstützt so die systemische Wirkung von VERIPHOS in idealer Art und Weise. Die Wirksamkeit von Peronosporabehandlungen sollte laufend beobachtet werden, um frühe Anzeichen einer Wirkstofftoleranz oder -resistenz feststellen zu können. Bei einer unzureichenden Wirkung eines Mittels, für die keine plausiblen Gründe vorliegen, den Wirkstoff nicht mehr anwenden, bis Resistenz ausgeschlossen werden kann. Den Rebschutzdienst und den Hersteller informieren.
VERIPHOS erwies sich bisher in allen zugelassenen Kulturen und Sorten als gut verträglich. In Abhängigkeit von Kultur, Sorte, Anbauverfahren und spezifischen Umweltbedingungen können Schäden an der zu behandelnden Kultur jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die Pflanzenverträglichkeit sollte daher unter den betriebsspezifischen Bedingungen geprüft werden. Von einer Anwendung in der prallen Mittagssonne wird abgeraten. Von einer Anwendung in der prallen Mittagssonne wird abgeraten.
VERIPHOS® ist unter anderem mit Fungiziden wie: FOLPAN® 80 WDG, FOLPAN® 500 SC, Kumulus® WG, Vivando®, Topas®, Vento® Power, Collis®, Thiovit® Jet, Dynali®, Switch®, Zorvec® Zelavin Bria und Zorvec® Vinabel mischbar.
VERIPHOS® ist nach Praxiserfahrungen ebenso mit vielen weiteren Fungiziden und Insektiziden mischbar. Bei Tankmischungen sind die von der Zulassungsbehörde festgesetzten und genehmigten Anwendungsgebiete für den Mischpartner einzuhalten.
Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen. Tank mit 3/4 der benötigten Wassermenge füllen und Rührwerk einschalten. Produkt über das Einspühlsieb oder direkt in den Tank geben. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben. Den Tank vollständig mit Wasser auffüllen. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.
Ständige Kontrolle des Spritzflüssigkeitsverbrauches während der Arbeit in Bezug zur behandelten Fläche. Ein Durchfluss- und Dosiermessgerät bietet technische Hilfe. Während der Fahrt und während der Ausbringung Rührwerk laufen lassen. Nach Arbeitspausen Spritzbrühe erneut sorgfältig aufrühren. Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an.
Angesetzte Spritzbrühe nicht für längere Zeit im Spritzfass stehen lassen. Bei Ausbringung von VERIPHOS ist auf eine gute, gleichmäßige Benetzung der Rebstöcke zu achten. Abdrift und Überdosierung sind zu vermeiden.
Nach der Umlegung von Rebflächen, die mit VERIPHOS behandelt wurden, können alle Kulturen nachgebaut werden.
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gespült werden:
Technisch unvermeidbare Restmenge im Verhältnis von mindestens 1:10 mit Wasser verdünnen und bei laufendem Rührwerk auf der behandelten Fläche verspritzen. Ca. 10 - 20 % des Tankinhaltes mit Wasser auffüllen und dabei Innenflächen des Tanks mit dem Wasserstrahl, am besten unter Einsatz einer integrierten Reinigungsdüse, abspritzen. Rührwerk für mindestens 15 Minuten einschalten. Anschließend Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der behandelten Fläche verspritzen. Die grobe Reinigung von Spritzen mit Wasser und Waschbürste auf dem Feld vornehmen. Reste von Reinigungswasser nicht über die Hofabläufe in die Kanalisation und Gewässer gelangen lassen.
Die Ausbringung mit Recyclinggeräten ist möglich.
Ăśberdosierung und Abdrift ist zu vermeiden.
Nutzorganismen
NN1001 Das Mittel wird als nicht schädigend für Populationen relevanter Nutzinsekten eingestuft.
NN2002 Das Mittel wird als schwach schädigend für Populationen relevanter Raubmilben und Spinnen eingestuft.
NN234 Das Mittel wird als schwachschädigend für Populationen der Art Typhlodromus pyri (Raubmilbe) eingestuft.
NB6641 Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft (B4).
SB001 Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
SB005 Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Etikett des Produktes bereithalten.
SB010 Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
SB111 Für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel sind die Angaben im Sicherheitsdatenblatt und in der Gebrauchsanweisung des Pflanzenschutzmittels sowie die BVL-Richtlinie "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (www.bvl.bund.de) zu beachten.
SB166 Beim Umgang mit dem Produkt nicht essen, trinken oder rauchen.
SF179 Nachfolgearbeiten auf/in behandelten Kulturen dürfen grundsätzlich erst 24 Stunden nach der Ausbringung des Mittels durchgeführt werden. Innerhalb von 48 Stunden sind dabei der Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) zu tragen.
SS206 Arbeitskleidung (wenn keine spezifische Schutzkleidung erforderlich ist) und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen bei der Ausbringung/Handhabung von Pflanzenschutzmitteln.
Nach Hautkontakt:
Verunreinigte KleidungsstĂĽcke sofort ausziehen. Haut sofort mit klarem Wasser, anschlieĂźend mit Wasser und Seife waschen. Verschmutzte Kleidung vor Wiederbenutzen waschen. Wenn Symptome auftreten, Arzt aufsuchen.
Nach Augenkontakt:
Sofort mindestens 15 Minuten bei gespreizten Lidern mit viel sauberen Wasser gründlich ausspülen. Sofort ärztlichen Rat einholen.
Nach Verschlucken:
Erbrechen herbeiführen. Niemals einer bewusstlosen Person etwas durch den Mund zuführen. Mund mit Wasser ausspülen. Unverzüglich Arzt aufsuchen. Verpackung bzw. Etikett und, wenn möglich, Gebrauchsanweisung vorzeigen.
Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und
Gebrauchsanleitung lesen.
FĂĽr eine sichere Anwendung auf Piktogramme und Gefahrenhinweise achten.
Zulassungsende:
25.09.2023
Info Vollsystemisches Fungizid zur Bekämpfung von Falscher Mehltau (Plasmopara viticola, Bremia lactutae, Peronospora sparsa), Rote Wurzelfäule (Phythophtora fragariae), Blattfallkrankheit (Drepanopeziza ribis) und Colletotrichum-Welke
Kulturen Weinbau, Salat-Arten, frische Kräuter, Johannisbeere (Schwarze, Rote, Weiße), Stachelbeere, Heidelbeer-Arten und Schwarzer Holunder sowie Brombeere und Himbeere. Weinbau: Anwendung mit Luftfahrzeugen genehmigt
Produkttyp Fungizid
Wirkstoffe 755 g/l Kaliumphosphonat (Kaliumphosphit) (51,7 Gew.-%)
Formulierung Wasserlösliches Konzentrat
2 x 10l Umkarton Art.Nr. 7490252
UFI-Code - - -
VERIPHOS ist ein vollsystemisch protektiv und kurativ wirkendes Fungizid mit dem Wirkstoff Kalium-Phosphonat. Im Weinbau wird das Produkt zur Bekämpfung von Falscher Mehltau (Plasmopara viticola) eingesetzt und kann auch mit Luftfahrzeugen ausgebracht werden. In Salat-Arten und frischen Kräutern wird es ebenfalls zur Bekämpfung von Falscher Mehltau (Bremia lactucae) eingesetzt. In Brombeeren und Himbeeren wird die Rote Wurzelfäule (Phytophthora fragariae) und Falscher Mehltau (Peronospora sparsa) bekämpft. In Johannisbeeren (schwarze, rote, weiße) und in Stachelbeeren wird die Blattfallkrankheit (Drepanopeziza ribis), in Heidelbeeren und Schwarzer Holunder wird die Colletotrichum-Welke bekämpft. Durch die systemischen Eigenschaften des Mittels werden auch Pflanzenteile geschützt, die nicht direkt von der Spritzbrühe getroffen werden. Das Mittel wirkt kurativ bis zu 48 Stunden nach Infektion.
Der Wirkungsmechanismus des Kalium-Phosphonats ist relativ komplex. Der Wirkstoff dringt in die Pflanze ein und verteilt sich durch beide Transportsysteme der Pflanze: dem Xylem, in dem Wasser und Salze von den Wurzeln in die Triebspitzen transportiert werden und dem Phloem, in dem die in den Blättern gebildeten Assimilate zu den anderen Pflanzenteilen und bis in die Wurzeln gebracht werden. Einerseits wird der Pilz direkt angegriffen, andererseits werden die Abwehrmechanismen der Pflanze aktiviert. Die kurative Wirksamkeit des Mittels ist besonders ausgeprägt, wenn es kurz nach der Infektion eingesetzt wird. VERIPHOS kann so auch den Neuzuwachs schützen.
Ein besonderer Vorteil von VERIPHOS ist, dass die Aufwandmenge des Wirkstoffs Kaliumphosphonat genau an die Bedürfnisse der Kultur und die Anwendungsbedingungen innerhalb der zugelassenen Aufwandmengen angepasst werden kann. Dieser Vorteil ergibt sich aus der Formulierung von VERIPHOS, da kein zweiter Wirkstoff enthalten ist, der die Flexibilität in der Dosierung und Anwendung begrenzen würde.
Wirkungsmechanismus (FRAC-Gruppe)
Kaliumphosphonat (Kaliumphosphit): P7
Weinrebe (Nutzung als Keltertraube) Falscher Mehltau (Plasmopara viticola)
Salat-Arten, frische Kräuter Falscher Mehltau (Bremia Iactucae)
(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.
(NW642-1) Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig. Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.
Pflanzenerzeugnisse Salat-Arten, frische Kräuter
Schadorganismus / Zweckbestimmung Falscher Mehltau (Bremia Iactucae)
Anwendungsbereich Freiland
Stadium der Kultur
von: 5. Laubblatt entfaltet,
bis: vegetatives Erntegut hat endgültige Größe erreicht
[BBCH 15-49]
Anwendungszeitpunkt Bei Befallsbgeinn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome
Max. Zahl der Behandlungen
In der Anwendung: 2
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Abstand: 7 bis 14 Tage
Anwendungstechnik spritzen
Aufwandmenge 4 l/ha
Wasseraufwandmenge 600 l/ha
Wartezeit 14 Tagen
Anwendungsbestimmungen
NG404
Zwischen behandelten Flächen mit einer Hangneigung von über 2 % und Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführender, aber einschließlich periodisch wasserführender - muss ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen vorhanden sein. Dessen Schutzfunktion darf durch den Einsatz von Arbeitsgeräten nicht beeinträchtigt werden. Er muss eine Mindestbreite von 20 m haben. Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn: - ausreichende Auffangsysteme für das abgeschwemmte Wasser bzw. den abgeschwemmten Boden vorhanden sind, die nicht in ein Oberflächengewässer münden bzw. mit der Kanalisation verbunden sind, oder - die Anwendung im Mulch - oder Direktsaatverfahren erfolgt.
Pflanzenerzeugnisse Weinrebe (Nutzung als Keltertraube)
Schadorganismus / Zweckbestimmung Falscher Mehltau (Plasmopara viticola)
Anwendungsbereich Freiland
Anwendungszeitpunkt Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis
Max. Zahl der Behandlungen
In der Anwendung: 5
In der Kultur bzw. je Jahr: 5
Abstand mind. 10 Tage
Anwendungstechnik spritzen oder sprĂĽhen
Aufwandmenge
Basisaufwand: 1,0 l/ha
> BBCH 61: 3,0 l/ha
> BBCH 71: 4,0 l/ha
Anzahl der Behandlungen: zeitlicher Abstand der Behandlungen mindestens 10 Tage
Wasseraufwandmenge
Basisaufwand: maximal 400 l/ha
> BBCH 61: maximal 1.200 l/ha
> BBCH 71: maximal 1.600 l/ha
Anwendung mit Luftfahrzeugen Nein
Wartezeit 28 Tage
Anwendungsbestimmungen
WG734
Die Anwendung des Mittels kann bei Spontangärung zu Gärverzögerungen führen.
NG412
Zwischen behandelten Flächen mit einer Hangneigung von über 2 % und Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführender, aber einschließlich periodisch wasserführender - muss ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen vorhanden sein. Dessen Schutzfunktion darf durch den Einsatz von Arbeitsgeräten nicht beeinträchtigt werden. Er muss eine Mindestbreite von 5 m haben. Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn: - ausreichende Auffangsysteme für das abgeschwemmte Wasser bzw. den abgeschwemmten Boden vorhanden sind, die nicht in ein Oberflächengewässer münden, bzw. mit der Kanalisation verbunden sind oder - die Anwendung im Mulch- oder Direktsaatverfahren erfolgt.
Strauchbeeren Phytophthora fragariae, Blattfallkrankheit (Drepanopeziza ribis), Falscher Mehltau (Peronospora sparsa)
Heidelbeer-Arten, Schwarzer Holunder Colletotrichum
Hinweis fĂĽr genehmigte Anwendungen
In Abhängigkeit von Kultur, Sorte, Anbauverfahren und spezifischen Umweltbedingungen können Schäden an der zu behandelnden Kultur nicht ausgeschlossen werden.Die Pflanzenverträglichkeit sollte daher unter den betriebsspezifischen Bedingungen geprüft werden.
Pflanzenerzeugnisse Heidelbeer-Arten, Schwarzer Holunder
Schadorganismus / Zweckbestimmung Colletotrichum
Anwendungsbereich Freiland
Stadium der Kultur Alle BlĂĽtenknospen sind durch Streckung der Traubenachse freigelegt
Anwendungszeitpunkt Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome
Max. Zahl der Behandlungen
In der Anwendung: 2
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Abstand: 7 bis 10 Tag(e)
Anwendungstechnik spritzen oder sprĂĽhen
Aufwandmenge 4 l/ha
Wasseraufwandmenge maximal: 1.000 l/ha
Wartezeit 14 Tage
Anwendungsbestimmungen
SF276-EEOS
Es ist sicherzustellen, dass bei Nachfolgearbeiten/Inspektionen mit direktem Kontakt zu den behandelten Pflanzen/Flächen nach der Anwendung in Obstbaumkulturen und in Strauchbeerenobst bis einschließlich Ernte lange Arbeitskleidung und festes Schuhwerk sowie Schutzhandschuhe getragen werden.
SF277-2OS
Es ist sicherzustellen, dass die Arbeitszeit in den behandelten Kulturen innerhalb von 2 Tagen nach der Anwendung in Obstbaumkulturen und in Strauchbeerenobst auf maximal 2 Stunden täglich begrenzt ist. Dabei sind lange Arbeitskleidung und festes Schuhwerk zu tragen.
NW642-1
Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig. Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.
ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN ZUR ANWENDUNG MIT LUFTFAHRZEUGEN
Die Anwendung muss mit einem Wasseraufwand von mindestens 150 l/ha erfolgen. Es ist sicher zu stellen, dass während der Behandlung mittels Luftfahrzeugen und bis zum Abtrocknen des Spritzbelages die behandelte Fläche von unbeteiligten Dritten nicht betreten wird.
Die Anwendung des Mittels mit Luftfahrzeugen auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern - ausgenommen Bundeswasserstraßen sowie nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - muss mindesten mit dem im folgenden genannten Abstand erfolgen: 20 m.
[Diese Anwendungsbestimmung ersetzt im Weinbau (Steillage) die Auflage NW642-1.]
Die Anwendung des Mittels mit Luftfahrzeugen auf Flächen in Nachbarschaft von den Bundeswasserstraßen Main, Mosel, Neckar, Rhein und Saar muss mindesten mit dem im folgenden genannten Abstand erfolgen: 20 m.
[Diese Anwendungsbestimmung ersetzt im Weinbau (Steillage) die Auflage NW642-1.]
Es dürfen nur Hubschrauber mit angebauter Sprühanlage, z.B. von den Herstellern Simplex oder Isolair, und Injektordüsen der Größe 05 verwendet werden. Die erste Flugbahn des Hubschraubers muss zusätzlich zu dem ggf. in einer anderen Anwendungsbestimmung geforderten Mindestabstand mindestens eine halbe Arbeitsbreite vom Rand der behandelten Fläche entfernt verlaufen.
In regelmäßigen Abständen sind die Erhaltungszustände der wichtigen Pflanzen- und Tierarten in den Steillagen zu überprüfen. Die Ergebnisse sind in ein- bis zweijährigem Abstand an das BVL zu berichten und durch Fachgespräche zwischen den betroffenen Bundesländern und den Bundesbehörden aufzuarbeiten.
Eine aktuelle Ăśbersicht der zur Ausbringung mit Luftfahrzeugen und Drohnen genehmigten Pflanzenschutzmittel und Anwendungsbestimmungen finden Sie auf der BVL Seite www.bvl.bund.de in der Rubrik: psm_luftfahrzeuge.pdf
Sonstige Anwendungsempfehlungen im Weinbau
VERIPHOS kann in Weinreben unter Berücksichtigung der Wartezeit durchgehend eingesetzt werden. In Junganlagen kann dieser durchgehend bis zum Beginn des Laubfalls erfolgen. Aufgrund seiner besonderen Wirkstoffeigenschaften ist der Einsatz vor, während und nach der Blüte sowie zum Traubenschluss zu empfehlen. Die Behandlungen sind vorzugsweise präventiv durchzuführen. Bei starkem Infektionsdruck ist ein kurzer Spritzabstand erforderlich.
Um die Entwicklung resistenter Stämme oder deren Ausbreitung zu verhindern, empfehlen wir den Wirkstoffwechsel zwischen Fungiziden verschiedener Wirkstoffgruppen. Als idealer Mischpartner hat sich das Produkt FOLPAN 80 WDG mit seinem Kontaktwirkstoff Folpet erwiesen. Als Multsite-Inhibitor wirkt Folpan 80 WDG gleichzeitig an 3 verschiedenen Stellen im Schadpilz und unterstützt so die systemische Wirkung von VERIPHOS in idealer Art und Weise. Die Wirksamkeit von Peronosporabehandlungen sollte laufend beobachtet werden, um frühe Anzeichen einer Wirkstofftoleranz oder -resistenz feststellen zu können. Bei einer unzureichenden Wirkung eines Mittels, für die keine plausiblen Gründe vorliegen, den Wirkstoff nicht mehr anwenden, bis Resistenz ausgeschlossen werden kann. Den Rebschutzdienst und den Hersteller informieren.
VERIPHOS erwies sich bisher in allen zugelassenen Kulturen und Sorten als gut verträglich. In Abhängigkeit von Kultur, Sorte, Anbauverfahren und spezifischen Umweltbedingungen können Schäden an der zu behandelnden Kultur jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die Pflanzenverträglichkeit sollte daher unter den betriebsspezifischen Bedingungen geprüft werden. Von einer Anwendung in der prallen Mittagssonne wird abgeraten. Von einer Anwendung in der prallen Mittagssonne wird abgeraten.
VERIPHOS® ist unter anderem mit Fungiziden wie: FOLPAN® 80 WDG, FOLPAN® 500 SC, Kumulus® WG, Vivando®, Topas®, Vento® Power, Collis®, Thiovit® Jet, Dynali®, Switch®, Zorvec® Zelavin Bria und Zorvec® Vinabel mischbar.
VERIPHOS® ist nach Praxiserfahrungen ebenso mit vielen weiteren Fungiziden und Insektiziden mischbar. Bei Tankmischungen sind die von der Zulassungsbehörde festgesetzten und genehmigten Anwendungsgebiete für den Mischpartner einzuhalten.
Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen. Tank mit 3/4 der benötigten Wassermenge füllen und Rührwerk einschalten. Produkt über das Einspühlsieb oder direkt in den Tank geben. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben. Den Tank vollständig mit Wasser auffüllen. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.
Ständige Kontrolle des Spritzflüssigkeitsverbrauches während der Arbeit in Bezug zur behandelten Fläche. Ein Durchfluss- und Dosiermessgerät bietet technische Hilfe. Während der Fahrt und während der Ausbringung Rührwerk laufen lassen. Nach Arbeitspausen Spritzbrühe erneut sorgfältig aufrühren. Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an.
Angesetzte Spritzbrühe nicht für längere Zeit im Spritzfass stehen lassen. Bei Ausbringung von VERIPHOS ist auf eine gute, gleichmäßige Benetzung der Rebstöcke zu achten. Abdrift und Überdosierung sind zu vermeiden.
Nach der Umlegung von Rebflächen, die mit VERIPHOS behandelt wurden, können alle Kulturen nachgebaut werden.
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gespült werden:
Technisch unvermeidbare Restmenge im Verhältnis von mindestens 1:10 mit Wasser verdünnen und bei laufendem Rührwerk auf der behandelten Fläche verspritzen. Ca. 10 - 20 % des Tankinhaltes mit Wasser auffüllen und dabei Innenflächen des Tanks mit dem Wasserstrahl, am besten unter Einsatz einer integrierten Reinigungsdüse, abspritzen. Rührwerk für mindestens 15 Minuten einschalten. Anschließend Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der behandelten Fläche verspritzen. Die grobe Reinigung von Spritzen mit Wasser und Waschbürste auf dem Feld vornehmen. Reste von Reinigungswasser nicht über die Hofabläufe in die Kanalisation und Gewässer gelangen lassen.
Die Ausbringung mit Recyclinggeräten ist möglich.
Ăśberdosierung und Abdrift ist zu vermeiden.
Nutzorganismen
NN1001 Das Mittel wird als nicht schädigend für Populationen relevanter Nutzinsekten eingestuft.
NN2002 Das Mittel wird als schwach schädigend für Populationen relevanter Raubmilben und Spinnen eingestuft.
NN234 Das Mittel wird als schwachschädigend für Populationen der Art Typhlodromus pyri (Raubmilbe) eingestuft.
NB6641 Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft (B4).
SB001 Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
SB005 Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Etikett des Produktes bereithalten.
SB010 Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
SB111 Für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel sind die Angaben im Sicherheitsdatenblatt und in der Gebrauchsanweisung des Pflanzenschutzmittels sowie die BVL-Richtlinie "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (www.bvl.bund.de) zu beachten.
SB166 Beim Umgang mit dem Produkt nicht essen, trinken oder rauchen.
SF179 Nachfolgearbeiten auf/in behandelten Kulturen dürfen grundsätzlich erst 24 Stunden nach der Ausbringung des Mittels durchgeführt werden. Innerhalb von 48 Stunden sind dabei der Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) zu tragen.
SS206 Arbeitskleidung (wenn keine spezifische Schutzkleidung erforderlich ist) und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen bei der Ausbringung/Handhabung von Pflanzenschutzmitteln.
Nach Hautkontakt:
Verunreinigte KleidungsstĂĽcke sofort ausziehen. Haut sofort mit klarem Wasser, anschlieĂźend mit Wasser und Seife waschen. Verschmutzte Kleidung vor Wiederbenutzen waschen. Wenn Symptome auftreten, Arzt aufsuchen.
Nach Augenkontakt:
Sofort mindestens 15 Minuten bei gespreizten Lidern mit viel sauberen Wasser gründlich ausspülen. Sofort ärztlichen Rat einholen.
Nach Verschlucken:
Erbrechen herbeiführen. Niemals einer bewusstlosen Person etwas durch den Mund zuführen. Mund mit Wasser ausspülen. Unverzüglich Arzt aufsuchen. Verpackung bzw. Etikett und, wenn möglich, Gebrauchsanweisung vorzeigen.
Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und
Gebrauchsanleitung lesen.
FĂĽr eine sichere Anwendung auf Piktogramme und Gefahrenhinweise achten.